Berliner Winter-Auktionen brachten interessante Objekte zur Versteigerung

Berlin, 23.12.2025

Am 17. und 18. Dezember fanden die Winter-Auktionen der Deutsche Grundstücksauktionen AG (DGA) in Berlin statt. Insgesamt 53 Immobilien wurden im Gegenwert von rund 6,56 Millionen Euro versteigert bzw. nachverkauft.

 Eine besonders große Wertsteigerung erfuhr dabei ein Gewerbegrundstück in Berlin-Lichtenberg. Das in der Nähe des Ostkreuzes liegende Objekt wurde für ein Mindestgebot von 195.000 Euro aufgerufen. Die Bieterschlacht endete erst bei 418.000 Euro.

 Das einzige Objekt aus Nordrhein-Westfalen stieß erwartungsgemäß auf großes Interesse.  Denn es handelte sich um ein überwiegend vermietetes Mehrfamilienhaus in Dortmund-Bösperde, das für ein Mindestgebot von nur 129.000 Euro aufgerufen wurde. Der Hammer fiel erst bei 240.000 Euro.  

 Alle Landwirtschaftsflächen aus Schleswig-Holstein, die in Berlin zur Versteigerung kamen, wurden versteigert. Die Flächen in Sankt Peter-Ording wurden zum jeweiligen Mindestgebot versteigert. Im Sylter Ortsteil Morsum fand eine verpachtete Landwirtschaftsfläche mit circa 17.282 Quadratmeter Grundstücksgröße, die für ein Mindestgebot von 60.000 Euro zum Aufruf kam, für 131.000 Euro einen neuen Eigentümer.

 Sachsen war mit 8 Auktionsobjekten vertreten. Darunter war ein unbebautes Gewerbegrundstück mit circa 5.670 Quadratmetern in Borsdorf bei Leipzig, das für ein Mindestgebot vom 59.000 Euro eingeliefert und für 72.000 Euro versteigert wurde. Auch für mehrere größere landwirtschaftliche bzw. Waldflächen in Gottschdorf bei Königsbrück wurde ein neuer Besitzer gefunden. In der historischen Görlitzer Innenstadt stand ein denkmalgeschütztes, stark sanierungsbedürftiges Mehrfamilienhaus für ein Mindestgebot in Höhe von 70.000 Euro zur Auktion und fand für diesen Preis auch einen Käufer.

 Mit 20 Auktionsobjekten kamen bei den diesjährigen Winter-Auktionen die meisten aus Brandenburg. Darunter waren etliche unbebaute Grundstücke rund um Berlin.  Im Zossener Ortsteil Dabendorf stand zum Beispiel ein Wohnbaugrundstück für mindestens 75.000 Euro zur Auktion, das zu diesem Preis auch versteigert wurde. In Wustermark war es eins für 98.000 Euro Mindestgebot. Hier fiel der Hammer erst bei 310.000 Euro. Am Netzer See in der Gemeinde Kloster Lehnin befindet sich ein unbebautes, idyllisch gelegenes Wassergrundstück, das für ein Auktionslimit von 29.000 Euro aufgerufen wurde und für 52.000 Euro den Besitzer wechselte. Ein interessantes Objekt steht in Wiesenburg/Mark. Das Wohn- und Gewerbeobjekt, das früher als Wetterstation genutzt wurde, kam für 75.000 Euro zum Aufruf. Für 102.000 Euro wurde es auktioniert. Eine besonders hohe Wertsteigerung verzeichnete voll vermieteter Garagenkomplex in Forst. Das Mindestgebot lautete hier 49.000 Euro. Versteigert wurde er für 111.000 Euro.

 17 Auktionsobjekte kamen diesmal aus Sachsen-Anhalt. Als interessant erwies sich die Position 55 im Auktionskatalog. Dabei handelte es sich um drei zusammenhängende Mehrfamilienhäuser in Tröglitz einem Ortsteil von Elsteraue. Das Mindestgebot betrug 149.000 Euro. Bei 188.000 Euro fiel der Hammer. In Mehringen bei Aschersleben stand das ehemalige Empfangsgebäude des Bahnhofs samt Güterschuppen und Nebengelass zum Verkauf. Es wurde zum Auktionslimit von 19.000 Euro versteigert. In Oberharz am Brocken OT Elend kam ein charmantes Wohn- und Geschäftshaus für ein Mindestgebot von 15.000 Euro zur Versteigerung. Das vermutlich um 1900 errichtete Gebäude, das lange Zeit ein beliebtes Cafè für Einheimische und Harzbesucher war, fand für 36.000 Euro einen neuen Eigentümer. Ein Einfamilienhaus in Tangermünde sollte mindestens 12.000 Euro kosten. Nach einem Bieterwettstreit hieß es erst bei 58.000 Euro „zum Dritten“.

 Natürlich fanden sich nicht für alle Auktionsobjekte Interessenten. Allerdings gibt es für alle nicht veräußerten Objekte die Chance, innerhalb der zweimonatigen Nachverkaufsfrist zum Zuge zu kommen. Und ein Blick auf die nicht versteigerten Objekte lohnt sich in jedem Fall. Denn darunter sind einige sehr interessante Grundstücke, Wohnungen und Häuser.

 Zu nennen sind dabei vor allem Objekte aus Berlin und Brandenburg wie eine eine leerstehende 3-Zimmer-Wohnung der siebten Etage eines Hochhauses unweit des Alexanderplatzes. Sie kommt für ein Mindestgebot in Höhe von 395.000 Euro zum Aufruf.

 Eine weitere Eigentumswohnung steht in der von Architekturexperten als „ikonisch“ bezeichneten Wohnanlage „Baller-Haus“ des Berliner Architektenduos Hinrich und Doris Baller  in Willmersdorf zur Auktion, deren Stil für organische Formen, große Fensterfronten, auskragende Balkone mit großzügiger Belichtung und begrünte Innenhöfe steht. Nur sehr selten bietet sich die Möglichkeit, in einer solchen Wohnanlage eine Eigentumswohnung zu erwerben. Für die vermietete geräumige 2-Zimmer-Wohnung werden mindestens 249.000 Euro fällig.

 Ein hochattraktives Gewerbeobjekt kommt in bester Lage in Wilmersdorf zum Nachverkauf. Dabei handelt es sich um eine Gewerbeeinheit mit zwei separat zugänglichen Einheiten im Erdgeschoss und im Obergeschoss. Das rund 223 Quadratmeter große Ladengeschäft im Erdgeschoss hat eine Deckenhöhe von circa sechs Metern und eine große Fensterfront zur Straße, ist als Maisonette/Galerie im modernen Industriestyle mit Designestrich, Sichtbeton und Bambusparket ausgebaut und zurzeit als CoWorking-Space und für Veranstaltungen vermietet. Die circa 52 Quadratmeter große Gewerbeeinheit im Obergeschoss wird von einer Firma als Büro und Lager genutzt. Das Mindestgebot beträgt 799.000 Euro.

 Ein äußerst seltenes Baugrundstück mit Wasserblick und nur wenige Meter vom Teltowkanal entfernt kommt in einer der begehrtesten Wohnlagen im Berliner Ortsteil Grünau Südosten zur Versteigerung. Das 748 Quadratmeter große Wohnbaugrundstück kommt für 329.000 Euro zum Nachverkauf.

 Attraktiv ist zweifelsohne auch eine Maisonettewohnung im Großbeerener Ortsteil Heinersdorf (Brandenburg), die für ein Mindestgebot von 569.000 Euro aufgerufen wird. Die in einer gepflegten, circa 1995 errichteten Wohnanlage vor den Toren Berlins befindliche mehrgeschossige Wohnung ist hochwertig ausgestattet und bezugsfrei.

 In Schönwalde-Glien kommt ein im Moment mit einer Finnhütte bebautes Grundstück für 180.000 Euro, in Bollensdorf steht ein bisher für Erholungszwecke genutztes Grundstück für 160.000 Euro zum Nachverkauf.

 Ein großes Wohnbaugrundstück findet sich in Wolzig am Nordufer des Wolziger Sees. Für das derzeit mit einem Bungalow bebaute Grundstück sind andere Nutzungen denkbar. Es kommt für ein Auktionslimit in Höhe von 125.000 Euro zum Nachverkauf.

Nicht verkaufte Objekte können im Rahmen einer zweimonatigen Nachverkaufsfrist erworben werden. Die Frühjahrs-Auktionen finden am 26. und 27. März 2026 in Berlin statt. Bis zum 20. Februar können dafür noch Objekte eingeliefert werden. Bis dahin müssen die Auktionsaufträge vorliegen. Hierfür bedarf es im Vorfeld einer Besichtigung und Bewertung der Immobilie.

Die Deutsche Grundstücksauktionen AG verkauft ausschließlich Immobilien, die von ihren Eigentümern freiwillig verkauft werden (im Gegensatz zu Zwangsversteigerungen). Gemeinsam mit dem Eigentümer legt das Auktionshaus bei der Einlieferung einen Startpreis (Mindestgebot) fest. Wer als Bieter bei der Auktion das höchste Gebot abgibt und den Zuschlag des Auktionators erhält, erwirbt die Immobilie. Alle Auktionen sind öffentlich - das heißt, jede Person kann direkt im Saal, per Telefon, Internetgebot oder schriftlichem Festgebot mitbieten. Nähere Informationen zu den Auktionsimmobilien und Versteigerungsbedingungen sind unter www.dga-ag.de zu finden oder telefonisch unter +49 30 884 68 80.

Deutsche Grundstücksauktionen AG (ISIN DE0005533400):
Die Deutsche Grundstücksauktionen AG versteigert seit 1985 Immobilien im Auftrag privater, kommerzieller und öffentlicher Eigentümer. Zu den öffentlichen und institutionellen Einlieferern gehören unter anderem die Bundesrepublik Deutschland, die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG), die Deutsche Bahn AG, die TLG Immobilien AG, sowie Städte und Gemeinden. Das größte Immobilien-Auktionshaus Deutschlands verfügt mit der Sächsischen (SGA), Westdeutschen (WDGA) und Norddeutschen Grundstücksauktionen AG (NDGA), der Plettner & Brecht Immobilien GmbH (P&B) sowie der Deutschen Internet Immobilien Auktionen GmbH (DIIA) über fünf Tochterunternehmen. Weitere Informationen über die Gesellschaft erhalten Sie unter DGA.