Schloss, Campingplatz oder Arbeitsamt-Hochhaus? Echte Immobilien-Raritäten kommen bei den Berliner Sommer-Auktionen unter den Hammer
Schloss, Campingplatz oder Arbeitsamt-Hochhaus? Echte Immobilien-Raritäten kommen bei den Berliner Sommer-Auktionen unter den Hammer
Die Sommer-Auktionen der Deutsche Grundstücksauktionen AG (DGA) findet am 25. und 26. Juni in Berlin statt. Es kommen insgesamt 70 Immobilien aus zehn Bundesländern mit einer Mindestgebotssumme von rund 18,1 Millionen Euro und zu sehr günstigen Startpreisen zum Aufruf. Die Immobilien kommen diesmal aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Die Auktionen finden im Hotel MOA Berlin statt, im zweitgrößten Konferenzhotel der Bundeshauptstadt.
Auffällig bei den Sommer-Auktionen ist die große Zahl ungewöhnlicher Immobilien, wahrer Immobilienschätze und Raritäten. Dazu zählt zweifelsohne das bewirtschaftete Schloss Schochwitz, das für ein Mindestgebot von 750.000 Euro unter dem Hammer kommt. Das gepflegte Anwesen befindet sich im Salzatal im Saalekreis circa 12 Kilometer westlich von Halle (Saale). Die Ursprünge der denkmalgeschützten Schlossanlage reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück, wobei der heutige Bestand im Wesentlichen als Renaissancebau aus Anfang des 17. Jahrhunderts stammt. Das Schloss war Sitz verschiedener Adelsfamilien wie derer von der Schulenburg und von Alvensleben. Heute verfügt es über circa 38 Zimmer, drei Ferienwohnungen und zwei große Veranstaltungssäle. Die Kombination aus historisch bedeutender Schlossanlage, Veranstaltungsräumen, Übernachtungs-möglichkeiten und parkähnlichem Umfeld ermöglicht vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.
Im Wortsinn hervorstechend ist ein Objekt im nordrhein-westfälischen Hagen, für das bei den Sommer-Auktionen ein Investor gesucht wird. Dabei handelt es sich um das 17- bis 19-geschossige markante Hochhaus, in dem sich bis Mitte 2021 das Arbeitsamt der Stadt befand. Es wurde in den Jahren 1979/80 errichtet und in einem guten Erhaltungszustand. Die Nutzfläche beträgt circa 17.855 Quadratmeter, die Grundstücksgröße circa 8.396 Quadratmeter. Das Gebäude verfügt über eine Tiefgarage mit circa 121 Stellplätzen. Für Investoren bietet sich die Chance, ein stadtbildprägendes Hochhaus mit großem Flächenpotential in markanter Innenstadtlage zu entwickeln. Für eine mögliche Nutzung als Hotel liegen beispielsweise schon zwei genehmigte Bauvorbescheide vor. Das Mindestgebot beträgt 3.900.000 Euro.
Aber es geht auch kleiner. In Bayern findet sich eine absolute Immobilienrarität. In Bad Weißenstadt kommt ein idyllisches, naturbelassenes Wassergrundstück mit kleiner Holzhütte in Sichtnähe zum „Ochsenkopf“, dem zweithöchsten Berg im Fichtelgebirge, zur Versteigerung. Auf dem Grundstück befinden sich zwei Weiher, die mit Fischbestand bestückt sind. Die Weiher nehmen ca. zwei Drittel des rund 9.739 Quadratmeter großen Grundstückes ein. Das kleine Fischerhäuschen hat circa 24 Quadratmeter. Das Startgebot auf den Sommer-Auktionen beginnt bei 39.000 Euro.
Das höchste Mindestgebot muss diesmal für ein Berliner Objekt aufgebracht werden. Konkret sind es 4.500.000 Euro für ein Wohn- und Geschäftshaus im Ortsteil Gesundbrunnen. Das große Gebäudeensemble stammt aus der Zeit um 1907 und macht einen guten Eindruck. Es verfügt über 39 Wohn- und zwei Gewerbeeinheiten und ist voll vermietet, darüber hinaus sind interessante Ausbaureserven im Dachbereich von circa 550 Quadratmeter vorhanden. Die Jahresmiete netto beträgt circa 292.919 Euro.
In Hohen Neuendorf (Landkreis Oberhavel) direkt vor den Toren Berlins kommt ein repräsentativer Gebäudekomplex, bestehend aus einem Wohn- und Geschäftshaus aus der Zeit um 1925 und einem dahinter liegenden um 2016/17 errichten Mehrfamilienhaus, dieses ist bereits mit einer zeitgemäßen Luftwärmepumpe ausgestattet und verfügt über eine großflächige PV-Anlage aus 2017. Das Mindestgebot beträgt 1.390.000 Euro. Alles ist sehr gepflegt und voll vermietet.
Das ein Campingplatz versteigert wird, ist ein eher seltenes Ereignis in der langen Geschichte des Auktionshauses. Aber in Krummhörn in Ostfriesland (Niedersachsen) ist das der Fall. Es ist der ehemalige „Campingplatz Dyksterhus“, der bis 2024 in betrieb war und sich direkt am Deich in tourismusgeprägter Umgebung befindet. Auf dem circa 13.120 Quadratmeter großen Gelände befindet sich auch ein leerstehendes Wohn-/Bauernhaus mit Nebengebäuden aus dem Jahr um 1959. Für das Areal existiert bereits eine Planung zur Neugestatung des Campingplatzes mit circa 85 Stellplätzen. Mindestens 175.000 Euro kostet das „Dyksterhus“.
Campingplätze sind selten, touristisch genutzte Immobilien jedoch häufige Auktionsobjekte. So ist es auch bei den Berliner Sommer-Auktionen. Zu den auffälligen zählt dabei das ehemalige Waldhotel „Seehof Atterwasch“ in Brandenburg. Es befindet sich in traumhafter Lage im gleichnamigen Ort, der zur Gemeinde Schenkendöbern im Landkreis Spree-Neiße gehört, auf einem circa 14,5 Hektar großen Waldgrundstück direkt am Deulowitzer See. Das Objekt wurde ab 1904 errichtet, diente zu DDR-Zeiten als Feriendomizil der SED-Parteischule und nach der Wende als Hotel. Der Komplex umfasst die Seevilla, ein romantisches Forst- und Jagdhaus, mehrere Bungalows, einen ehemaligen Wasserturm und Nebengebäude. Das leerstehende Anwesen steht unter Ensembleschutz, steht leer und macht einen ordentlichen Gesamteindruck. Es wurde früher mehrfach als eine der schönsten Ferienanlagen in Brandenburg ausgezeichnet. Aufgerufen wird es für ein Gebot in Höhe von 495.000 Euro.
In Lunden in der Nähe von Sylt und Sankt Peter Ording steht ein Hostel zum Verkauf. Der attraktive, freistehende Altbau aus der Zeit um 1910 wurde lange als Pflegeheim genutzt und seit 2024 in ein Hostel mit 102 Betten umgebaut. Das Mindestgebot beträgt 499.000 Euro.
In Niebüll in Schleswig-Holstein ist es ein denkmalgeschützter Wasserturm, der zu einer nach wie vor professionell bewirtschafteten Ferienwohnung umgebaut worden ist, der zum Verkauf steht. Der sanierte Turm kostet mindestens 175.000 Euro.
Im nordsächsischen Torgau steht das etablierte Hotel „Torgauer Brauhof“ zur Auktion. Dabei handelt es sich um ein circa 1996 errichtetes großzügiges Gewerbeanwesen, bestehend aus einem Hauptgebäude und einem freistehenden Gewerbeobjekt. Es wird weiterhin als 3-Sterne-Hotel betrieben, verfügt über alle hoteltypischen Ausstattungsmerkmale, darunter auch ein Bowlingcenter, ist in ordentlichem Zustand und erzielt Gewinne. Aufgerufen wird es für mindestens 770.000 Euro.
In Berlin kommt auch ein weit über die Grenzen seiner unmittelbaren Umgebung bekanntes Hotel zur Versteigerung. Dabei handelt es sich um das ehemalige 4-Sterne-Hotel „Spree-Hotel“ in Bautzen. Das Objekt wurde zuletzt zur Unterbringung von Personen genutzt. Inzwischen steht es leer. Es besteht aus 80 Gästezimmern und einer hoteltypischen Ausstattung. Errichtet wurde es circa 1995. Der Zustand ist als gepflegt zu bezeichnen, wobei Sanierungsbedarf besteht. Es kommt für ein Mindestgebot von 275.000 Euro zur Auktion.
Auch zahlreiche Wald- und Ackerflächen kommen bei den nächsten Auktionen unter den Hammer. Darunter befindet sich eine circa 11 Hektar große Holzungsfläche in Darlingerode bei Ilsenburg. Besonders wird diese Fläche durch ihren guten Bestand an aromatischen Trüffeln, wie den Tuber aestivum. Mindestens 175.000 Euro werden für den „Trüffelstandort“ fällig.
Im neuen Auktionskatalog sind noch viele weitere höchst interessante Objekte verschiedener Couleur zu günstigen Startpreisen zu finden. Auf ein sehr besonderes soll aber noch hingewiesen. Im sächsischen Oberschöna im Erzgebirgsvorland wird für die frühere königlich-sächsische Landesanstalt Gut Bräunsdorf ein Visionär gesucht. Der denkmalgeschützte Altbau mit zweimarkanten Glockentürmen wurde um 1841/42 als Landeswaisenhaus errichtet und stellt ein bedeutendes Zeugnis sächsischer Sozial- und Architekturgeschichte dar. Der klassizistisch anmutende Bau steht leer und ist sanierungsbedürftig. Das Mindestgebot beträgt nur 25.000 Euro.
Zwei attraktive Grundstücke werden auf Sylt angeboten: Zum Aufruf kommen zwei Grundstücke, das eine Idyllisch gelegene Grundstück am Nössedeich mit Waldstück, Teich und einem historischen Hexentanzplatz. Das zweite Grundstück grenzt im nördlichen Teil an das Waadens-Sil und im hauptsächlich als Weideland genutzten Nössekoog. Die beide im Ortsteil Keitum gelegenen Objekte werden ab 139.000 und 149.000 Euro veräußert.
Die Deutsche Grundstücksauktionen AG verkauft ausschließlich Immobilien, die von ihren Eigentümern freiwillig verkauft werden (im Gegensatz zu Zwangsversteigerungen). Gemeinsam mit dem Eigentümer legt das Auktionshaus bei der Einlieferung einen Startpreis (Mindestgebot) fest. Wer als Bieter bei der Auktion das höchste Gebot abgibt und den Zuschlag des Auktionators erhält, erwirbt die Immobilie. Alle Auktionen sind öffentlich - das heißt, jede Person kann direkt im Saal, per Telefon, Internetgebot oder schriftlichem Festgebot mitbieten. Nähere Informationen zu den Auktionsimmobilien und Versteigerungsbedingungen sind unter www.dga-ag.de zu finden.
Die Auktionen finden im Hotel MOA in Berlin-Mitte statt, im zweitgrößten Konferenzhotel der Bundeshauptstadt.
Die Deutsche Grundstücksauktionen AG verkauft ausschließlich Immobilien, die von ihren Eigentümern freiwillig verkauft werden (im Gegensatz zu Zwangsversteigerungen). Gemeinsam mit dem Eigentümer legt das Auktionshaus bei der Einlieferung einen Startpreis (Mindestgebot) fest. Wer als Bieter bei der Auktion das höchste Gebot abgibt und den Zuschlag des Auktionators erhält, erwirbt die Immobilie. Alle Auktionen sind öffentlich - das heißt, jede Person kann direkt im Saal, per Telefon, Internetgebot oder schriftlichem Festgebot mitbieten. Nähere Informationen zu den Auktionsimmobilien und Versteigerungsbedingungen sind unter www.dga-ag.de zu finden.
Wichtige Hinweise zur Teilnahme an den Auktionen:
Achtung: Keine Übertragung per Livestream
Zutritt zum Auktionssaal für Zuschauer möglich
Teilnahme als Bieter nach Registrierung/Prüfung
Aktuelle Informationen findet man unter www.dga-ag.de
Die Sommer-Auktionen der Deutsche Grundstücksauktionen AG:
25. Juni 2026 (Donnerstag), ab 12.00 Uhr
Immobilien aus Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen
26. Juni 2026 (Freitag), ab 12.00 Uhr
Immobilien aus Sachsen und Brandenburg
Die Deutsche Grundstücksauktionen AG verkauft ausschließlich Immobilien, die von ihren Eigentümern freiwillig verkauft werden (im Gegensatz zu Zwangsversteigerungen). Gemeinsam mit dem Eigentümer legt das Auktionshaus bei der Einlieferung einen Startpreis (Mindestgebot) fest. Wer als Bieter bei der Auktion das höchste Gebot abgibt und den Zuschlag des Auktionators erhält, erwirbt die Immobilie. Alle Auktionen sind öffentlich - das heißt, jede Person kann direkt im Saal, per Telefon, Internetgebot oder schriftlichem Festgebot mitbieten. Nähere Informationen zu den Auktionsimmobilien und Versteigerungsbedingungen sind unter www.dga-ag.de zu finden oder telefonisch unter +49 30 884 68 80.
Deutsche Grundstücksauktionen AG (ISIN DE0005533400):
Die Deutsche Grundstücksauktionen AG versteigert seit 1985 Immobilien im Auftrag privater, kommerzieller und öffentlicher Eigentümer. Zu den öffentlichen und institutionellen Einlieferern gehören unter anderem die Bundesrepublik Deutschland, die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG), die Deutsche Bahn AG, die TLG Immobilien AG, sowie Städte und Gemeinden. Das größte Immobilien-Auktionshaus Deutschlands verfügt mit der Sächsischen (SGA), Westdeutschen (WDGA) und Norddeutschen Grundstücksauktionen AG (NDGA), der Plettner & Brecht Immobilien GmbH (P&B) sowie der Deutschen Internet Immobilien Auktionen GmbH (DIIA) über fünf Tochterunternehmen. Weitere Informationen über die Gesellschaft erhalten Sie unter DGA.