Vom ostfriesischen Campingplatz bis zum Bautzner Spree-Hotel - bei den Berliner Sommer-Auktionen wurden echte Immobilien-Raritäten erfolgreich versteigert

Berlin, 30.06.2026

Vom Campingplatz bis zum Hostel – Immobilien aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen unter dem Hammer

Am 25. und 26. Juni fanden die Sommer-Auktionen der Deutsche Grundstücksauktionen AG (DGA) in Berlin statt. Insgesamt 42 Immobilien wurden im Gegenwert von rund 9,4 Millionen Euro versteigert bzw. nachverkauft.

Auch das Objekt mit dem höchsten Mindestgebot fand einen Käufer. Dabei handelte es sich um ein Berliner Objekt, welches für 4.500.000 Euro im Auktionskatalog stand. Das große Gebäudeensemble im Ortsteil Gesundbrunnen wurde genau für diese Summe verkauft.

Auch zum Mindestgebot wechselte ein repräsentativer Gebäudekomplex in Hohen Neuendorf (Landkreis Oberhavel) direkt vor den Toren Berlins den Besitzer. 1.390.000 Euro wurden für das gepflegte Wohn- und Geschäftshaus aus der Zeit um 1925 und einem dahinter liegenden um 2016/17 errichten Mehrfamilienhaus bezahlt.

Ein richtiges Bietergefecht erlebte eine Objektart, die in der langen Geschichte des Auktionshauses eher selten zur Versteigerung kommt. Aber in Krummhörn in Ostfriesland (Niedersachsen) war das der Fall, denn dort wurde der ehemalige „Campingplatz Dyksterhus“ versteigert, der bis 2024 betrieben wurde Auf dem circa 13.120 Quadratmeter großen Gelände befindet sich auch ein leerstehendes Wohn-/Bauernhaus mit Nebengebäuden aus dem Jahr um 1959. Für das Areal existiert bereits eine Planung zur Neugestatung des Campingplatzes mit circa 85 Stellplätzen. Mindestens 175.000 Euro kostete das „Dyksterhus“. Erst bei 234.000 Euro fiel der Hammer.

In Niebüll in Schleswig-Holstein stieß ein denkmalgeschützter Wasserturm, der zu einer nach wie vor professionell bewirtschafteten Ferienwohnung umgebaut worden ist, auf reges Bieterinteresse. Der sanierte Turm kostete mindestens 175.000 Euro. Bei 202.000 Euro hieß es zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten.

In Groß Kreutz stand ein freistehendes Einfamilienhaus in idyllischer Alleinlage auf rund 29.295 Quadratmetern Grundstücksfläche zur Auktion. Aufgerufen wurde es für mindestens 75.000 Euro. Für 260.000 Euro fand es einen neuen Eigentümer.

In Berlin kam auch ein weit über die Grenzen seiner unmittelbaren Umgebung bekanntes Hotel zur Versteigerung. Dabei handelte es sich um das ehemalige 4-Sterne-Hotel „Spree-Hotel“ in Bautzen. Das Objekt wurde zuletzt zur Unterbringung von Personen genutzt. Inzwischen steht es leer. Es besteht aus 80 Gästezimmern und einer hoteltypischen Ausstattung. Errichtet wurde es circa 1995. Es kam für ein Mindestgebot von 275.000 Euro zur Auktion und wurde auch für diesen Preis verkauft.

Im sächsischen Oberschöna im Erzgebirgsvorland wurde für die frühere königlich-sächsische Landesanstalt Gut Bräunsdorf ein Visionär gesucht und gefunden. Der denkmalgeschützte Altbau mit zweimarkanten Glockentürmen wurde um 1841/42 als Landeswaisenhaus errichtet und stellt ein bedeutendes Zeugnis sächsischer Sozial- und Architekturgeschichte dar. Der klassizistisch anmutende Bau steht leer und ist sanierungsbedürftig. Das Mindestgebot betrug 25.000 Euro. Für 25.005 Euro erhielt ein Bieter den Zuschlag.

Auffällig bei den Sommer-Auktionen war die große Zahl ungewöhnlicher Immobilien, wahrer Immobilienschätze und Raritäten. Leider fanden sich noch nicht für alle Käufer. Allerdings besteht die Chance, bei solchen Objekten jetzt noch im Nachverkauf zuzuschlagen. Dazu zählt das bewirtschaftete Schloss Schochwitz, das für ein Mindestgebot von 750.000 Euro unter dem Hammer kommt. Das gepflegte Anwesen befindet sich im Salzatal im Saalekreis circa 12 Kilometer westlich von Halle (Saale). Die Ursprünge der denkmalgeschützten Schlossanlage reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück, wobei der heutige Bestand im Wesentlichen als Renaissancebau aus Anfang des 17. Jahrhunderts stammt. Das Schloss war Sitz verschiedener Adelsfamilien wie derer von der Schulenburg und von Alvensleben. Heute verfügt es über circa 38 Zimmer, drei Ferienwohnungen und zwei große Veranstaltungssäle. Die Kombination aus historisch bedeutender Schlossanlage, Veranstaltungsräumen, Übernachtungsmöglichkeiten und parkähnlichem Umfeld ermöglicht vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.

Zu den Objekten, die noch zu haben sind, zählt auch das ehemalige Waldhotel „Seehof Atterwasch“ in Brandenburg. Es befindet sich in traumhafter Lage im gleichnamigen Ort, der zur Gemeinde Schenkendöbern im Landkreis Spree-Neiße gehört, auf einem circa 14,5 Hektar großen Waldgrundstück direkt am Deulowitzer See. Das Objekt wurde ab 1904 errichtet, diente zu DDR-Zeiten als Feriendomizil der SED-Parteischule und nach der Wende als Hotel. Der Komplex umfasst die Seevilla, ein romantisches Forst- und Jagdhaus, mehrere Bungalows, einen ehemaligen Wasserturm und Nebengebäude. Das leerstehende Anwesen steht unter Ensembleschutz, steht leer und macht einen ordentlichen Gesamteindruck. Es wurde früher mehrfach als eine der schönsten Ferienanlagen in Brandenburg ausgezeichnet. Aufgerufen wird es im Nachverkauf für ein Gebot in Höhe von 495.000 Euro.

Ohne Gebot blieb ein sehr besonderes Objekt im nordrhein-westfälischen Hagen. Dabei handelt es sich um das 17- bis 19-geschossige markante Hochhaus, in dem sich bis Mitte 2021 das Arbeitsamt der Stadt befand. Es wurde in den Jahren 1979/80 errichtet und in einem guten Erhaltungszustand. Die Nutzfläche beträgt circa 17.855 Quadratmeter, die Grundstücksgröße circa 8.396 Quadratmeter. Das Gebäude verfügt über eine Tiefgarage mit circa 121 Stellplätzen. Für Investoren bietet sich die Chance, ein stadtbildprägendes Hochhaus mit großem Flächenpotential in markanter Innenstadtlage zu entwickeln. Für eine mögliche Nutzung als Hotel liegen beispielsweise schon zwei genehmigte Bauvorbescheide vor. Das Mindestgebot beträgt im Nachverkauf 3.900.000 Euro.

Die Deutsche Grundstücksauktionen AG verkauft ausschließlich Immobilien, die von ihren Eigentümern freiwillig verkauft werden (im Gegensatz zu Zwangsversteigerungen). Gemeinsam mit dem Eigentümer legt das Auktionshaus bei der Einlieferung einen Startpreis (Mindestgebot) fest. Wer als Bieter bei der Auktion das höchste Gebot abgibt und den Zuschlag des Auktionators erhält, erwirbt die Immobilie. Alle Auktionen sind öffentlich - das heißt, jede Person kann direkt im Saal, per Telefon, Internetgebot oder schriftlichem Festgebot mitbieten. Nähere Informationen zu den Auktionsimmobilien und Versteigerungsbedingungen sind unter www.dga-ag.de zu finden oder telefonisch unter +49 30 884 68 80.

Deutsche Grundstücksauktionen AG (ISIN DE0005533400):
Die Deutsche Grundstücksauktionen AG versteigert seit 1985 Immobilien im Auftrag privater, kommerzieller und öffentlicher Eigentümer. Zu den öffentlichen und institutionellen Einlieferern gehören unter anderem die Bundesrepublik Deutschland, die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG), die Deutsche Bahn AG, die TLG Immobilien AG, sowie Städte und Gemeinden. Das größte Immobilien-Auktionshaus Deutschlands verfügt mit der Sächsischen (SGA), Westdeutschen (WDGA) und Norddeutschen Grundstücksauktionen AG (NDGA), der Plettner & Brecht Immobilien GmbH (P&B) sowie der Deutschen Internet Immobilien Auktionen GmbH (DIIA) über fünf Tochterunternehmen. Weitere Informationen über die Gesellschaft erhalten Sie unter DGA.